Cityjet eco für die Radkersburger Bahn19.07.2019

ÖBB Akku-Zug auf der Radkersburger Bahn!

Am Freitag den 19.Juli 2019 testete die ÖBB ihren brandneuen Cityjet eco Triebwagen auf der Radkersburger Bahn. Ein Elektrotriebwagen mit hybridem Batterieantrieb könnte eine günstige  Alternative zu einer  teuren Elektrifizierung von Bahnlinien bedeuten. Ein wertvoller Beitrag zum aktiven Klimaschutz durch Reduzierung von Emissionen. Mit einer Reichweite von 80 Kilometern im Batteriemodus ist unsere 30,7 Kilometer lange Lokalbahn ausreichend bedienbar. Der topmoderne Komfort des jüngsten ÖBB Fahrzeuges würde die Radkersburger Bahn enorm aufwerten und auch das Hitzeproblem in den Sommermonaten wären wir Dank Klimaanlage ein für allemal los.

Der Cityjet eco wurde von Siemens gemeinsam mit der ÖBB entwickelt und soll einen emissionsfreien Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken gewährleisten. Zu diesem Zweck hat die ÖBB einen Desiro ML „Cityjet“ der neuesten Serie mit der Typennummer 4746.049 für den Betrieb mit Batterie umgerüstet. Dieses neue Fahrzeug wurde mit drei, insgesamt 14 Tonnen schweren Batteriecontainern (inkl. Kühlung)  am Dach des Mittelwagens bestückt und ist so imstande, bis zu 80 Kilometer weit ohne Fahrdrat auf nichtelektrifizierten Strecken allein mit Batterieantrieb zu fahren.

1000 von rund 5640 Kilometer ÖBB Gleis sind nicht elektrifiziert. Dafür hat die ÖBB einen Bedarf von rund 25 solcher Triebwägen errechnet um die Strecken nicht mit hohem finanziellem Aufwand elektrifizieren zu müssen. Vorerst wurde ein Triebwagen der Baureihe 4746 umgebaut um Test- und Probefahrten durchführen zu können. Die Umbaukosten beliefen sich dabei auf € 2 Mio. für diesen Prototyp. Geplant ist, dass die letzten 25 bereits bestellten Triebwägen des aktuellen Bauloses fix mit Batteriebetrieb gebaut werden sollen. Besonders positiv dabei ist, dass die neuen Triebwägen, die mit einer Lithium-Titan Batterie ausgestattet sind dann sogar eine Reichweite von bis zu120 Kilometer haben werden. Der 75 Meter lange Akku Triebwagen hat  244 Sitzplätze und ist rund 120 km/h schnell. Im Akku Betrieb hat der Cityjet eco 1750 PS und ist selbstverständlich mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Auch barrierefreies Reisen ist natürlich dank Niederflurtechnik gewährleistet. Nachhaltig und umweltschonend  ist nicht nur der emissionsfreie Bahnbetrieb selber, auch die Batterie kann nach einer garantierten Lebensdauer von 15 Jahren zu 80% recycelt werden. Bei einer von Siemens geplanten Lebensdauer des Fahrzeuges von 30 Jahren heißt das, dass nur einmal die Batterie getauscht werden muss.

Mit nur zwei dieser neuen Triebwägen könnten wir die direkten Züge von und nach Graz Hbf. mit diesen neuen Akkutriebwägen fahren und könnten endlich die alten, nicht klimatisierten City Shuttle Garnituren ins Museum stellen.

Für die Interessensgemeinschaft „Neue Radkersburger Bahn“,

Armin klein 

 

                                                                                              Bahnhof Bad Radkersburg, 19.VII.2019

Die Triebfahrzeuge der Radkersburger Bahn15.07.2019

Nach nur fünf Jahren Betriebszeit der Radkersburger Bahn war der geschäftliche Erfolg dieser Linie so enorm, dass man sich dazu entschieden hat   die Bahnlinie um 26 Kilometer bis nach Luttenberg zu verlängern. Nach einjähriger Bauzeit wurde am 16.10.1890 die Bahnverlängerung nach Luttenberg feierlich eröffnet, womit die Züge länger und schwerer wurden. Die kleinen zweiachsigen Loks der Baureihe 3a wurden durch die dreiachsigen Tenderlokomotiven der Baureihe 32d ersetzt. 

Insgesamt wurden von dieser Lokomotive 44 Stück gebaut wovon 22 in Österreich zum Einsatz gekommen sind. Davon wurden 12 Stück von der Lokomotivfabrik Floridsdorf gebaut und 10 Maschinen fertigte die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik. Die Maschinen der Bauart C n2t wurden in den Jahren 1884 bis 1906 gebaut und erhielten die Nummern 1801 bis 1822. Die 27,8 Tonnen schwere Tenderlokomotive hatte beachtliche 320 PS und wurde für den Regionalverkehr auf Nebenbahnen konzipiert. Die Dampflok mit einer Rostfläche von 1,2 Quadratmeter hatte 2,6 Tonnen Kohle im Tender und führte 4 Kubikmeter Wasser mit und konnte damit 45 km/h schnell fahren. Am Ende des Jahres Jahr 1923 übernahm die BBÖ acht dieser Maschinen in ihren Bestand und ordnete ihnen die Reihenbezeichnung 394.01 bis 394.08 zu. Bereits sechs Jahre später wurden die dreiachsigen Loks Mitte 1930 endgültig ausgemustert und abgestellt. Ein längeres Leben war den 32d bei der GKB und der Sulmtalbahn beschert. Insgesamt kamen 6 Stück dieser Baureihe an die GKB. Die Loks mit den Nummern 1816, 1819, 1821 und 1822 wurden im Bestand der GKB geführt und 1907 wurden zwei neue 32d als Lok 1 „Wies“ und Lok 2 „Leibnitz“ in den Dienst der Sulmtalbahn AG gestellt. Die GKB kaufte im Jahr 1927 noch vier weitere gebrauchte Maschinen dieser Baureihe an, welche aber in der Zeit von 1931 bis 1934 sukzessive ausgemustert wurden. Lediglich die zwei Sulmtalbahnmaschinen, die mittlerweile in Sulm 1 und Sulm 2 umbenannt wurden verrichteten noch ihren Dienst bis zum Jahr 1956. Die Sulm 1 wird heute noch von den Lienzer Eisenbahnfreunden museal erhalten und kann besichtigt werden. Die 32d wurde unter anderem auch als Reihe 361 an die MAV nach Ungarn geliefert, bzw. hatte auch die jugoslawische JDZ 19 Stück dieser Maschinen als Reihe 151 im Bestand, wobei im Jahr 1941 6 Stück als Lok 98.7041 bis 98.7046 der Deutschen Reichsbahn unterstellt wurden. Die slowenische 151.001 der Regionalbahn Rohitsch Sauerbrunn, gebaut von der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik 1903 ist als Denkmal vor dem Bahnhof Maribor in Slowenien aufgestellt und kann frei zugänglich besichtigt werden.

134. Geburtstag der Radkersburger Bahn14.07.2019

Die Triebfahrzeuge der Radkersburger Bahn

Die in rund einjähriger Bauzeit von der Südbahngesellschaft errichtete Radkersburger Bahn wurde am 12.07.1885 feierlich eröffnet. Am Dienstag, den 14.07.1885 begann der Planbetrieb der 30,7 Kilometer langen Strecke von der Südbahnhaltestelle Spielfeld über Mureck nach Radkersburg. Drei Zugspaare (1811/1812, 1813/1814 und 1815/1816) bildeten den ersten Fahrplan und die Fahrzeit betrug 1 Stunde und 45 Minuten.

Gezogen wurden diese ersten Züge der Radkersburger Bahn mit zweiachsigen Tenderlokomotiven der Baureihe 3a der Südbahngesellschaft. Insgesamt gab es von dieser Baureihe vier Maschinen (11 – 14) die ursprünglich im Heizhaus Marburg stationiert waren und für den Lokalbahnverkehr bestimmt waren. Gebaut wurden dieses Loks in den Jahren 1884 bis 1885, d.h. die neu errichtete Radkersburger Bahn verkehrte auch mit neuen Lokomotiven, gebaut von der Lokomotivfabrik Floridsdorf. Die 40 km/h schnelle Lokomotive hatte ein Dienstgewicht von 19,8 Tonnen und brachte eine Leistung von 228 Psi auf die Räder. Die Rostfläche der Lok betrug lediglich 0,94 Quadratmeter und mit 1,2 Tonnen Kohle und 2,2 Kubikmeter Wasser an Bord war diese Maschine nur für den Lokalbahnverkehr und den Verschubdienst geeignet.

Im Jahr 1923 kamen zwei dieser Maschinen zur BBÖ und wurden als 385.01 und 385.02 ins BBÖ Typenschema eingereiht. Diese Maschinen wurden 1928 und 1930 ausgemustert. Die Lok „13“ der Baureihe 3 a wurde im Jahr 1923 an die GKB weitergegeben um als Verschublok im Revierstollen Köflach-Voitsberg Dienst zu versehen. Schließlich wurde diese Lok 1930 an das Stahlwerk Kindberg als Werkslok weiterverkauft. Dort wurde sie nach ihrem Dienstende verschrottet.

Keine Sondermarke 135 Jahre Radkersburger Bahn10.06.2019
Sehr enttäuscht waren wir wohl über die Antwort der Österreichischen Post AG, die uns nach unserer Anfrage mitgeteilt hat, dass es keine Sondermarke zu unserem im Juli 2020 stattfindenden Bahnjubiläum geben wird. Die Post möchte für uns keine Sondermarke auflegen und verweist uns auf meine Marke.at.
Wir werden uns daher wohl auch eine Markenausstellung ersparen und das Thema Philatelie und Postwertzeichen bei unserem Bahnjubiläum nicht behandeln:
CityJet eco für Radkersburger Bahn14.05.2019
Auf eine Probefahrt haben wir den neuen CityJet eco nach Bad Radkersburg eingeladen. Der mit einer großzügigen Batteriekapazität ausgestattete CityJet 4746.549 hat insgesamt 14 Tonnen Batterien und Ausrüstung am Dach aufgebaut und kann damit ohne Fahrleitung zwischen 70 und 80 Kilometer, allein nur mit der Batterie fahren. Wir finden, dass das geradezu ideal für die durchgehenden Züge von Graz nach Bad Radkersburg (Züge 4122, 4135 usw.) ist und haben die ÖBB Personenverkehr AG angeschrieben und um eine Probefahrt gebeten. Wir sind schon neugierig, welche Antwort wir bekommen werden.



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