Fotodokumentation Radkersburger Bahn 194513.07.2026

Kriegsschäden an der Radkersburger Bahn 1945:

Durch Zufall entdeckte ich im Internet eine Aufnahme des kriegsbeschädigten Bahnhofes Radkersburg aus dem Jahr 1945. Ein Herr Tomislav Nikodijevic veröffentlichte dieses Bild. Da es aus dieser Zeit um 1945 nur sehr wenige Bilder der Radkersburger Bahn gibt, die Leute hatten damals andere Sorgen, schrieb ich Herrn Nikodijevic einfach an und bat darum, das Bild verwenden zu dürfen, da es für die Dokumentation unseres Archives von unschätzbarem Wert war. Herr Nikodijevic schrieb mir sehr freundlich zurück, dass er 34 Jahre im Eisenbahnmuseum Belgrad beschäftigt war und dass sich die Originale dort im Archiv befinden.  Gerne können wir die Bilder veröffentlichen und für unsere Dokumentation verwenden. Weiters sandte er mir weitere Bilder der kriegsbeschädigten Radkersburger Bahn zu. Wir versuchen nun mit anderen Bildern diese zu „verorten“.

Um die Kriegsaktivitäten rund um die Radkersburger Bahn einschätzen zu können hier ein Ausschnitt aus dem Buch Bad Radkersburg Naturraum und Bevölkerung/Geschichte/Stadtanlage/Architektur, Hermann Kurahs: Grundzüge der Geschichte Bad Radkersburgs Seite 153 ff:

Im November 1940 gab es in Radkersburg noch immer keinen öffentlichen Luftschutzkeller. Die Ratsherren zeigten auch keine Eile, ein Objekt zu finden, und stellten schließlich den Rathauskeller dafür zur Verfügung. Noch fühlte man sich sicher, obgleich der Luftkrieg über nord- und Mitteldeutschland bereits tausende Opfer gefordert hatte. Durch den Vormarsch alliierter Truppen in Sizilien und Süditalien lag Südösterreich ab August 1943 im direkten Aktionsradius alliierter Bomber. Am 24. Oktober 1943 beobachteten Radkersburger erstmals amerikanische Bomber, die über das Stadtgebiet nach Wiener Neustadt flogen. Von nun an heulten bis April 1945 an 166 Tagen die Sirenen. Wenngleich die Stadt auch nur an 25 Tagen davon überflogen wurde und im Großraum Radkersburg bloß an neuen Tagen Bomben fielen, waren die gegen Kriegsende immer häufigeren Alarme doch eine große psychische Belastung für die Leute. Am 08. Juni 1944 wurde die Eisenbahnbrücke angegriffen. Sechs Bomben verfehlten ihr Ziel und richteten nur geringen Schaden an. Die Brücke dürfte vermutlich als Ausweichziel gedient haben. Am 1. November 1944 gingen 11 Sprengbomben in Sicheldorf nieder, verursachten Gebäude- und Flurschäden und verletzten eine Person. Ein Angriff auf Oberradkersburg hatte am 31.Jänner 1945 keine große Wirkung. Immer mehr rückten die Eisenbahnlinien ins alliierte Zielfeld. Ein solcher Angriff kostete August Vucsina, ein Lokomotivführer aus Altneudörfl, das Leben. Er geriet auf einer Fahrt am 7.Februar 1945 in Hajdina bei Pettau in einen Tieffliegerangriff und wurde dabei getötet. Sein Tod war besonders tragisch, da es sich der zum Dienst eingeteilte Eisenbahner, ein Radkersburger Ratsherr, offensichtlich leisten konnte, nicht am Bahnhof zu erscheinen. So weckte man den in der Nähe des Bahnhofes wohnenden August Vucsina um 4 Uhr morgens und verpflichtete ihn zum Dienst. Er hinterließ eine Frau und 6 Kinder. Eine Woche später, am 14.Februar 1945 wurde der Radkersburger Bahnhof bei einem amerikanischen Tagangriff verbombt. Drei Häuser in Altneudörfl und Laafeld bekamen Schäden ab. Offensichtlich wollte man die Verteidigungsmaßnahmen gegen den erwarteten russischen Großangriff behindern. Die Bomben waren erste Vorboten eines schrecklichen Kreuzweges der Stadt.

Wir fahren zum Höller-Hans´l12.07.2026
Liebe Mitglieder der Interessensgemeinschaft "Neue Radkersburger Bahn"
geschätzte Eisenbahnfreunde, liebe Interessierte,
 
wir holen die Sonderfahrt mit dem Stainzer Flascherlzug nun nach und laden Euch ein, an dieser lustigen Fahrt am Sonntag Nachmittag, den 12.07.2026 teilzunehmen.
 
Wir starten mit einem Bus in Bad Radkersburg, fahren über Mureck und Leibnitz nach Stainz, sodass wir unseren Dampfsonderzug um 15:00 Uhr mit einer 30 minütigen Reserve gut erreichern.
 
Abfahrt mit dem Dampfsonderzug in Stainz um 15:00 Uhr mit Schilcherspritzer, Verhackert Brot und Harmonika Richtung Preding und wieder retour. Um ungefähr 17:30 Uhr starten wir wieder die Rückreise mit unserem Bus Richtung Leibnitz-Mureck-Bad Radkersburg.
 
Das Ticket für den Dampfsonderzug kostet pro Person 30,- (hin und retour) Die Preise für den Bustransfer habe ich noch nicht erhalten - die Busfahrt wird aber auch von der Vereinskasse "gestützt".
 
Auch Gäste (Nicht-Vereins-Mitglieder) sind zu dieser Fahrt recht herzlich eingeladen! 
 
Anmeldungen bitte unter personenverkehr@radkersburger-bahn.at oder
Mobil unter +43 664 2721199 (bitte nur SMS oder What´s App
Nachrichten mit Namen und Telefonnummer)  
 
Ich freue mich auf einen lustigen Nachmittag mit dem
Stainzer Flascherlzug, 
Euer
 
Armin klein, O.
ÖBB verschieben weitere Projekte um Jahre18.06.2026
Die Budgetkonsolidierung der Österreichischen Bundesregierung zwingt weiter auch die ÖBB zu sparen. Aktuell wird das ÖBB Budget um 500 Millionen Euro gekürzt, was zu zahlreichen Aufschiebungen von geplanten Projekten führt. Erfreulich, dass trotzdem 6 Milliarden Euro im "Topf" bleiben. Auch die Attraktivierung der Radkersburger Bahn bleibt "aufgeschoben auf Schiene" und die "Neue Radkersburger Bahn" soll wie geplant 2036 in Betrieb gehen. Bedenklich stimmt mich jedoch, dass bis 2028 satte 215 Mio. Euro bei den Verkehrsdienstverträgen eingespart werden sollen. Dazu sei gesagt, dass der Staat 1,6 Mrd. Euro an die ÖBB für die Aufrechterhaltung des Schienenverkehres bezahlt, auch dort, wo es sich nicht rentiert. Davon sollen eben bis 2028 die genannten 215 Mio. eingespart werden, was einen theoretischen Anteil für die Steiermark von mindestens 24 Millionen Euro, eigentlich eher mehr, ausmachen werden wird. Es ist daher zu befürchten, dass es zu Fahrplankürzungen in den Randzeiten kommen könnte und das sicherlich als erstes bei unserer Radkersburger Bahn, nachdem wir nicht das Liebkind vom ÖBB-Personenverkehr sind, eingespart werden könnte.
Dazu ein Beitrag im Ö1 Mittagsjournal vom 15.06.2026 (kann 7 Tage nachgehört werden):

Bahnhof Bad Radkersburg17.06.2026

Radkersburger Bahnhof im Maßstab 1:87 entsteht

Seit ein paar Wochen ist nun Rupert Koch, der Modellbaumeister der Freunde der Sulmtalbahn damit beschäftigt, den Radkersburger Bahnhof im Maßstab 1:87 nachzubauen. Rupert Koch hat unter anderem Schloss Ottersbach, die Weinbauschule Silberberg oder auch Schloss Seggau für die Sulmtalbahn Anlage in Gleinstätten nachgebaut. Nach einer ausgiebigen Fotodokumentation und mit Plänen aus dem Staatsarchiv baut uns der Rupert nun ein Diorama des Bahnhofes Bad Radkersburg von der nördlichen EK bei Kilometer 30,4 bis zur südlichen EK beim „Lagerhausturm“.

Aus Platzgründen wird dieses Diorama auf „nur“ 6 Meter Länge eingekürzt. Die handgefertigten Modelle entstehen im Laser Cut Verfahren. Der „Rohbau“ ist gerade im Entstehen:

MAV Ultraschallmesszug 16.06.2026
Am Dienstag den 16.06.2026 war der MAV Ultraschallmesszug auf der Radkersburger Bahn im Einsatz.
Danke an den Max für die Fotoempfehlung - das Wetter war super!
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