Langsamfahrstelle nach "Sanierungspfusch" in Halbenrain27.12.2019
Im September 2012, also gerade einmal vor sieben Jahren wurde die Langsamfahrstelle zwischen Halbenrain und Bad Radkersburg, im Bereich von Kilometer 24,0 (ungefähr auf der Höhe der Müdlldeponiekreuzung) bis nach Kilometer 28,0 "saniert". Da dieser Trassenabschnitt zum größten Teil im Wald liegt ist hier der Oberbau und auch der Unterbau starkt durchfeuchtet. Trotzdem hat sich die ÖBB aus Kostengründen dazu entschieden, diesen Gleisabschnitt ohne Gleisbettreinigungszug zu sanieren und so hat man die viel schwereren Betonschwellen (vorher Holzschwellen) und die neuen Schienen einfach in das alte, dreckige Gleisbett gelegt, mit etwas frischem Schotter ergänzt, gebürstet und fertig. schon damals haben wir diese Billigvariante der Sanierung kritisiert, weil besonders in feuchten Waldstücken eine ordentliche Sanierung inklusive Unterbau auf lange Sicht die günstigere und natürlich die sicherere Variante ist. Ein Auszug aus unserem Bericht vom 26.09.2012:

Vom Montag dem 24.09.2012 bis zum Mittwoch war der SUZ 500 auf der Radkersburger Bahn. Da aus Kostengründen leider auf die Gleisbettreinigungsmaschine verzichtet werden musste um die Sanierung so billig wie möglich zu halten, quälte sich das 211 Tonnen schwere Gerät von Halbenrain Richtung Bad Radkersburg. Aufgrund der Niederschläge war der Boden und der Unterbau sehr stark aufgeweicht, was Maschine und Mann volle Konzentration und Einsatz abverlangte.

Natürlich bleibt ein solch schwerer Fehler nicht ohne Folgen und nachdem schon zwei Mal die Stopfmaschine die besagte Stelle durchgearbeitet hat damit das Gleis befahrbar bleibt, drückt es jetzt seit ungefähr drei Wochen den Schlamm aus dem Unterbau zwischen die Schwellen auf das Gleisbett. Diese logische Folge der Billigsanierung vor sieben Jahren bewirkt, dass das Gleis viel schneller verschlissen ist, wie ein korrekt verlegtes, grades Gleisstück. Zudem besteht die Gefahr, dass nach einer längeren Wärmeperiode der ganze "Gatsch" hart wie Beton wird und überhaupt nicht mehr abfedert. Bei einer darauffolgenden Regenperiode würde es das Sediment wieder ausspülen und es könnte zu Zentimeter breiten Gleisverwerfungen kommen.

Wir hoffen daher auf eine ordentliche Sanierung dieser so heiklen Stelle und hoffen, dass zwischenzeitlich nichts passiert. Ein Langsamfahrstelle mit 30 km/h wurde eingerichtet - super!   Die ersten vier Bilder zeigen, wie der Schienenumbauzug das neue Gleis und die neuen Bahnschwellen in das alter, dreckige Gleisbett einbaut. Die letzten vier Bilder zeigen die aktuelle Situation nach bloß sieben Jahren.
Steiermark Premiere für ÖBB Akku Zug auf der Radkersburger Bahn25.11.2019

Nach technischen Evaluierungsfahrten in Niederösterreich und auch in Oberösterreich durfte nun der brandneue Cityjet eco, ein Triebwagen mit batteriehybridem Elektroantrieb, das erste Mal in der Steiermark Personen befördern. Wir begleiteten die erste Fahrt und sind guter Hoffnung, dass dieses beinahe geräusch- und emissionslose Fahrzeug zukünftig auch auf der Radkersburger Bahn zum Einsatz kommen wird.

(Bahnhof Bad Radkersburg, 25.11.2019). Siemens Mobility Austria hat in Kooperation mit der ÖBB zur Erprobung alternativer Antriebe einen Desiro ML der Baureihe 4746 mit einem rund 14 Tonnen schweren Akku System ausgerüstet und mit großem technischen Aufwand ein batteriehybrides Antriebssystem für das Fahrzeug geschaffen. Dieser Triebwagen kann während der Fahrt bspw. von Graz Hbf. nach Spielfeld-Straß über den Stromabnehmer seine Batterien aufladen und dann mit dieser Batterie den Weg auf der nicht elektrifizierten Strecke von Spielfeld-Straß bis nach Bad Radkersburg und auch wieder zurück im Batteriemodus problemlos zurücklegen. Bei der heutigen Fahrt von Spielfeld-Straß nach Bad Radkersburg und retour verblieb nach dem Abstellen des Fahrzeuges noch immer 25% Batterieladung was so viel bedeutet, wie dass unsere Strecke mit diesem Triebwagen in jedem Fall mit Reserven befahren werden kann. Die Reichweite des Fahrzeuges beträgt momentan 80 Kilometer, soll aber in der Endvariante rund 120 Kilometer betragen. Diese innovative Idee könnte bei uns in den Planverkehr übernommen werden und würde dafür sorgen, dass die Radkersburger Bahn abgasfrei und elektrisch betrieben werden könnte. Im Vergleich zu einer Vollelektrifizierung der über 30 Kilometer langen Strecke sind die Umbaukosten für einen solchen Triebwagen mit nicht ganz zwei Millionen Euro die günstigere Variante, wobei noch erwähnt werden sollte, dass bei einer Serienfertigung eines solchen Fahrzeuges die Herstellungskosten noch einmal kräftig sinken würden. Apropos Serienfertigung, die ÖBB hat erhoben, dass es in Österreich für rund 25 solcher Fahrzeuge Bedarf geben würde. Für die Radkersburger Bahn würde das bedeuten, dass durch den Entfall der Treibstoffkosten der Kostendeckungsgrad der Bahn stark steigen würde. Die Radkersburger Bahn würde dann mit grünem, sauberem Bahnstrom aus Österreich unterwegs sein.

Die Lithium-Titanat Batterie dieses neuen Fahrzeuges hat übrigens eine garantierte Lebensdauer von 15 Jahren und kann dann zu 80% recycelt werden. An sogenannten Schnittstellenbahnhöfen kann durch die neue Technik die Batterie in nur 15-20 Minuten vollständig aufgeladen werden. Der Cityjet eco ist 75 Meter lang und bietet 244 Fahrgästen Platz. Im Batteriemodus kann dieses CO2 neutrale Fahrzeug bei 1750 PS Motorleistung immerhin 120 km/h schnell fahren, was für unsere Lokalbahn als ausreichend anzusehen ist. Das Fahrzeug verfügt selbstverständlich über WLAN und hat auch eine CO2 gesteuerte Klimaanlage, wie auch ein rollstuhlgerechtes, barrierefreies WC. Einen Hebelift für Rollstühle führt das Fahrzeug auch mit und kann bei Bedarf auch Niveau Unterschiede von Bahnsteigen bis in das Wageninnere damit ausgleichen. Der Mehrzweckraum bietet Platz für rund 10 Fahrräder.

Bei der heutigen Fahrt konnten sich die Fahrgäste, wie auch unsere Mitglieder der Interessensgemeinschaft „Neue Radkersburger Bahn“ davon überzeugen, dass dieses Fahrzeug Zukunft hat und das die Batterie als alternative, emissionsfreie Antriebsquelle absolut tauglich ist. Zu Zeiten von erhöhten Treibausgasemissionen und ehrlichen Bemühungen den Klimaschutz endlich voranzutreiben sollten wir daher stark darauf drängen, dass wir solche Fahrzeuge ehestmöglich anschaffen und auch einsetzen.

Sie können sich von den Vorteilen dieses Fahrzeuges vom 03. bis zum 13. Dezember selber überzeugen, denn da wird der Cityjet eco wieder auf der Radkersburger Bahn unterwegs sein,   

für die Interessensgemeinschaft

„Neue Radkersburger Bahn“

Armin klein, Obmann

Auf dem Bild:   li. Stadtrat DI Manfred Mickl, Lokführer Dietmar Zweidick

                        re. Dr. Heinz-Dieter Flesch, Armin klein, IG Neue Radkersburger Bahn

Cityjet Start auf 25.11.2019 verschoben.25.11.2019
Nicht wie geplant am 18.11., sondern erst am Montag, den 25.11.2019 kommt der Cityjet eco auf die Radkersburger Bahn. gefahren werden die Züge nach folgendem Muster:

Der Umlauf ist:
Mo-Do:    4121 Sd - 4171 Ra - 4172 Sd - Akkuladen - 4175 Ra - 4180 Sd - 4140P G - 4133T Sd - 4146P G - Abstellen
Fr:          4121 Sd - 4171 Ra - 4172 Sd - Akkuladen - 4175 Ra - 4180 Sd - 97263 G
4140 - 4133  4146 im Tandem mit "normalen" 4744

Am 27.11.2019 verlässt uns der Cityjet eco dann bis 04.12.2019, da er zum Drehgestelltausch nach Wien muss. Ab 04.12.2019 geht es dann bis 13.12.2019 wie im Umlauf angegeben wieder weiter.

Wir planen eine Pressefahrt und werden ausführlich berichten.


Cityjet eco kommt auf die Radkersburger Bahn18.11.2019
Cityjet eco testet einen Monat auf der Radkersburger Bahn Der mit hybridem Batteriebetrieb ausgestattete Cityjet eco kommt nach einer Evaluierungsfahrt letzten Juli auf einen Probemonat in die Südsteiermark und darf nun auch Personen befördern. Nach ausgiebigen Probefahrten in Niederösterreich wird nun getestet, ob das auch was für die Radkersburger Bahn sein könnte. Die ersten Fahrten waren schon sehr vielversprechend. Die ÖBB hat in Kooperation mit Siemens einen Elektrotriebwagen des Typs Desiro ML umgebaut und mit einem 14 Tonnen schweren Batteriecontainer ausgestattet. Dieser Triebwagen kann während der Fahrt von Graz nach Spielfeld Straß über die Oberleitung seine Batterien aufladen und damit den restlichen Weg von Spielfeld-Straß nach Bad Radkersburg und auch wieder zurück im Batteriemodus zurücklegen. Diese innovative Idee könnte in den Planverkehr übernommen werden und würde dafür sorgen, dass die Radkersburger Bahn abgasfrei betrieben werden könnte, ohne die Strecke mit einem hohen Kostenaufwand elektrifizieren zu müssen. Die Dieseltriebwägen und Loks der Radkersburger Bahn müssten nicht mehr mit Treibstoff betankt werden, was den Kostendeckungsgrad unserer Strecke massiv verbessern würde. Die Radkersburger Bahn würde dann mit sauberem Bahnstrom der ÖBB unterwegs sein. Die Batterie dieses neuen Triebwagens kann zu 80% wieder recycelt werden und hält garantiert 15 Jahre lang, also ein halbes Triebwagenleben lang. Der Cityjeteco bietet Platz für 244 Fahrgäste und ist 75 Meter lang. Der Triebwagen ist vollklimatisiert und kann auch im Batteriemodus immerhin 120 km/h schnell fahren und das 80 Kilometer weit, ehe er wieder aufgeladen werden muss. Sie können sich von den Vorteilen dieses superleisen Fahrzeuges von 18. November bis zum 13 Dezember selbst überzeugen. In dieser Zeit sind Probefahrten für folgende Züge geplant:
Die Triebfahrzeuge der Radkersburger Bahn 5043.0110.11.2019

Der erste Dieseltriebwagen der Radkersburger Bahn, der 5043.01

ursprünglich waren wir der Meinung, dass mit dem 5081 der erste Dieseltriebwagen am 02.05.1973 die Radkersburger Bahn befahren hat.  Dazu gibt es Aufzeichnungen in der Bahnhofschronik und auch entsprechendes Fotomaterial. Durch die jüngst vom Museum im alten Zeughaus in Bad Radkersburg erhaltene Korrespondenz zwischen Bürgermeister Alfred Merlini und dem damaligen Generaldirektor der ÖBB Herrn Hofrat Doktor Maximilian Schantl wissen wir aber nun, dass schon seit Dezember  1956 der Dieseltriebwagen 5043.01 in Graz stationiert und auf der Strecke der Radkersburger Bahn zum Einsatz gekommen ist. Wörtlich im Brief von Dr. Schantl:

Der Triebwagenverkehr (mit dem 5043.01) bedeutet gegenüber der vorherigen Dampftraktion mit den Lokomotiven der Reihe 75, die aus den Jahren 1904 bis 1914 stammen eine Modernisierung. An Feiertagen aber ist aus Frequenzgründen der erwähnte Triebwagen leistungsmäßig zu schwach und muss durch ein Dampftriebfahrzeug(3071)ersetzt werden.“

Der VT43 wurde im Jahr 1936 von der Maschinen und Waggonfabrik AG in Simmering gebaut. Er stellt die dreiachsige Variante des 5042 dar und es gab nur ein einziges Exemplar, den 5043.01. Der 36,2 to schwere Dieseltriebwagen war knapp über 14 Meter lang und hatte einen dieselelektrischen Antrieb mit einer Leistung von 210PS. 1943 wurde der Triebwagen für Wehrmachtszwecke adaptiert und  gegen Kriegsende wurde das Fahrzeug in Steinach-Irdning schwer beschädigt. Es folgte quasi ein Neuaufbau mit einem Arbeitsaufwand von mehr als 14 000 Arbeitsstunden.  Die Höchstgeschwindigkeit mit  maximal 85 km/h wurde aufgrund des unruhigen Laufes mit der Einzelachse voraus bereits im Jahr 1949 auf 80 km/h herabgesetzt. Der Triebwagen verfügte über 39 Sitzplätze und 15 Stehplätze ausschließlich in der dritten Klasse.  Im Jahr 1951 wurden die Holzbänke mit Kunstleder überzogen und 1956 wurde das Fahrzeug noch einmal umgebaut und an die Ausrüstung des so erfolgreichen 5042 angeglichen. Der 5043.01 erhielt nun einen Generator des Typs EDG 130. Die beiden Fahrmotoren des Typs USLW 324 wurden durch einen einzigen Motor des Typs EDM 116 ersetzt, wodurch nur mehr die im Drehgestell befindlichen Räder angetrieben wurden. Stationiert war der 5043.01 in Graz wie gesagt ab Dezember 1956 wodurch er an Werktagen auf die Radkersburger Bahn kam. Ab 20. Jänner 1961 begann der neuerliche Umbau des Triebwagens.  Mit den Teilen des 5043.01 und weiteren Teilen des verunfallten 5042.07 wurde aus dem einst dreiachsigen 5043.01 nun schließlich der 5042.15. Der Wagenkasten wurde verlängert, ein zweites Drehgestell und ein zusätzlicher Fahrmotor wurden eingebaut womit der 5043.01 im Jänner 1961 von der Bildfläche verschwunden ist. Die Umbauarbeiten wurden am 18.06.1963 abgeschlossen.

Quellennachweis:

www.miniaturbahn.at

Wikipedia

https://www.eisenbahn.gerhard-obermayr.com/oebb/die-oebb-fahrzeuge/dieseltriebwagen/5043/

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