Fotozug mit dem 5047 035-014.09.2019
Am Samstag, den 14.09.2019 fuhren wir einen Sonderzug von Leibnitz nach Mureck zum Stadtfest. Da die Strecke samstags weniger befahren wird haben wir uns entschlossen, auch eine Pendelfahrt nach Bad Radkersburg zu machen. Um 20:00 Uhr sollte es dann mit den Festgästen vom Murecker Stadtfest wieder nach Hause nach Leibnitz gehen. Erstmalig mussten wir unseren Sonderzug über die WLB bestellen, da die ÖBB PV AG das nicht mehr macht. Es war wirklich aufwändig und bedurfte viel Rennereien, bis wir die Fahrt unter Dach und Fach hatten. Wir haben dann in Wiener Neustadt den alten Radkersburger 5047 032-7 reserviert und uns wurde zugesagt, dass dieser für uns freigehalten wird. Leider aber kam es anders und unsere viele Mühe mit dieser Fahrt wurde in der Produktion Wiener Neustadt nicht belohnt. Wir mussten uns mit dem 5047 035-0 zufrieden geben, denn der 032 wurde nach Marchegg geschickt. Nachdem der Triebwagen von Wr. Neustadt gekommen ist waren wir etwas schockiert, weil er ein völlig dreckiges Gesicht hatte. Da es in Graz keine 5047 mehr gibt konnten wir nicht in die Waschstraße fahren, da es für diese Baureihe kein Programm gibt. So mussten wir unseren Schützling mit der Hand waschen und sind eine Stunde früher ins Heizhaus gefahren und haben unserem Triebwagen das Gesicht gebürstet. Wer den Triebwagen vorher gesehen hat, der weiß wie hart wir geschuftet haben, denn der Dreck war richtig in den Lack "hineingefressen" und wir haben ihn auch nicht gänzlich abwaschen können. Angeblich sind die 5047er alle im "Gesicht" so dreckig, da sie wegen der Steuerleitung an den Stirnseiten nicht. sondern nur an den Seitenwänden gewaschen werden dürfen. Als wir dann alles "selber in der Hand hatten" ging aber alles wie geschmiert und wir konnten eine tolle Fotofahrt hinlegen. Anbei die ersten Bilder zu dieser Fahrt:
Clubausflug 2019 nach Wien06.09.2019
Liebe Freunde der Radkersburger Bahn,

mit etwas Verspätung darf ich Euch die Zusammenfassung des heurigen Clubausfluges nach Wien nachreichen. Wie es sich gehört sind wir mit dem Zug nach Wien gefahren und schon die Anreise war sehr amüsant und unterhaltsam. Viele von Euch waren das erste Mal dabei und ich muss vorwegnehmen, es haben alle tapfer durchgehalten. Immerhin mehr als zwanzig Damen und Herrn, bekennende Freunde der Radkersburger Bahn und solche, die es noch werden wollen haben uns begleitet. Am 06.09.2019 führte uns unser erster Weg (nachdem wir die Hotelzimmer bezogen haben) ins Eisenbahnmuseum "Das Heizhaus" in Straßhof an der Nordbahn. Wir durften eine tolle Führung mit dem Bahnexperten Ing. Otto Brandner miterleben, der uns viel Wissenswertes von der Bahn erzählt hat. Eine Geländefahrt mit einem etwas abartig lackierten 5081 stand ebenso auf dem Programm, wie die Besichtigung der H0 Modellbahnanlage. Im Buffet wurden wir bestens verköstigt und ich habe extra Steirisches Bier bestellt, damit wir uns wie zu Hause fühlen. Nach diesem erlebnisreichen Nachmittag sind wir mit der U3 zu Gitti´s Heurigen gefahren, wo wir eine tolle Jause und einen ausgezeichneten Wein kredenzt bekommen haben. Hier gilt mein großer Dank dem Anton Spiegl, der wieder über sich hinausgewachsen ist und sein organisatorisches Talent voll ausgepackt hat. Es waren alle sehr zufrieden. Beste Qualität zu einem überraschend günstigen Preis, alle Ehre! Am 07.09.2019 hat uns wieder unser Anton Spiegl eine Besichtigung in der Zentralen Leitstelle (ZLS) der Wiener Linien organisiert, wo wir dem Verkehr der Wiener Linien über die Schulter blicken durften. Beeindruckende Daten haben wir dort erfragt und Hintergründiges über den Öffentlichen Verkehr in Wien erfahren. Danach sind wir ein Stückchen weitergegangen und haben uns das Tramwaymuseum "Die Remise" angeschaut. Auch hier haben wir eine tolle Führung bekommen und von der ersten Pferdetramway bis zum roten ReichsbrückeneinsturzgelenkbusGräfundStift alles erfragt, was es zu wissen gibt. Danach ein gutes Mittagessen beim Gasthof Schwabl gegenüber und schon war auch der zweite Tag vorüber und wir sind wieder mit dem Zug heimgefahren, doch was red (schreib) ich so viel, hier die zensurierten Bilder:

NS. Ich danke recht schön für die rege Teilnahme und würde mich freuen, wenn es Euch gefallen hat. Bis zum Ausflug 2020, beste Grüße Euer Armin klein.
Cityjet eco für die Radkersburger Bahn19.07.2019

ÖBB Akku-Zug auf der Radkersburger Bahn!

Am Freitag den 19.Juli 2019 testete die ÖBB ihren brandneuen Cityjet eco Triebwagen auf der Radkersburger Bahn. Ein Elektrotriebwagen mit hybridem Batterieantrieb könnte eine günstige  Alternative zu einer  teuren Elektrifizierung von Bahnlinien bedeuten. Ein wertvoller Beitrag zum aktiven Klimaschutz durch Reduzierung von Emissionen. Mit einer Reichweite von 80 Kilometern im Batteriemodus ist unsere 30,7 Kilometer lange Lokalbahn ausreichend bedienbar. Der topmoderne Komfort des jüngsten ÖBB Fahrzeuges würde die Radkersburger Bahn enorm aufwerten und auch das Hitzeproblem in den Sommermonaten wären wir Dank Klimaanlage ein für allemal los.

Der Cityjet eco wurde von Siemens gemeinsam mit der ÖBB entwickelt und soll einen emissionsfreien Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken gewährleisten. Zu diesem Zweck hat die ÖBB einen Desiro ML „Cityjet“ der neuesten Serie mit der Typennummer 4746.049 für den Betrieb mit Batterie umgerüstet. Dieses neue Fahrzeug wurde mit drei, insgesamt 14 Tonnen schweren Batteriecontainern (inkl. Kühlung)  am Dach des Mittelwagens bestückt und ist so imstande, bis zu 80 Kilometer weit ohne Fahrdrat auf nichtelektrifizierten Strecken allein mit Batterieantrieb zu fahren.

1000 von rund 5640 Kilometer ÖBB Gleis sind nicht elektrifiziert. Dafür hat die ÖBB einen Bedarf von rund 25 solcher Triebwägen errechnet um die Strecken nicht mit hohem finanziellem Aufwand elektrifizieren zu müssen. Vorerst wurde ein Triebwagen der Baureihe 4746 umgebaut um Test- und Probefahrten durchführen zu können. Die Umbaukosten beliefen sich dabei auf € 2 Mio. für diesen Prototyp. Geplant ist, dass die letzten 25 bereits bestellten Triebwägen des aktuellen Bauloses fix mit Batteriebetrieb gebaut werden sollen. Besonders positiv dabei ist, dass die neuen Triebwägen, die mit einer Lithium-Titan Batterie ausgestattet sind dann sogar eine Reichweite von bis zu120 Kilometer haben werden. Der 75 Meter lange Akku Triebwagen hat  244 Sitzplätze und ist rund 120 km/h schnell. Im Akku Betrieb hat der Cityjet eco 1750 PS und ist selbstverständlich mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Auch barrierefreies Reisen ist natürlich dank Niederflurtechnik gewährleistet. Nachhaltig und umweltschonend  ist nicht nur der emissionsfreie Bahnbetrieb selber, auch die Batterie kann nach einer garantierten Lebensdauer von 15 Jahren zu 80% recycelt werden. Bei einer von Siemens geplanten Lebensdauer des Fahrzeuges von 30 Jahren heißt das, dass nur einmal die Batterie getauscht werden muss.

Mit nur zwei dieser neuen Triebwägen könnten wir die direkten Züge von und nach Graz Hbf. mit diesen neuen Akkutriebwägen fahren und könnten endlich die alten, nicht klimatisierten City Shuttle Garnituren ins Museum stellen.

Für die Interessensgemeinschaft „Neue Radkersburger Bahn“,

Armin klein 

 

                                                                                              Bahnhof Bad Radkersburg, 19.VII.2019

Die Triebfahrzeuge der Radkersburger Bahn15.07.2019

Nach nur fünf Jahren Betriebszeit der Radkersburger Bahn war der geschäftliche Erfolg dieser Linie so enorm, dass man sich dazu entschieden hat   die Bahnlinie um 26 Kilometer bis nach Luttenberg zu verlängern. Nach einjähriger Bauzeit wurde am 16.10.1890 die Bahnverlängerung nach Luttenberg feierlich eröffnet, womit die Züge länger und schwerer wurden. Die kleinen zweiachsigen Loks der Baureihe 3a wurden durch die dreiachsigen Tenderlokomotiven der Baureihe 32d ersetzt. 

Insgesamt wurden von dieser Lokomotive 44 Stück gebaut wovon 22 in Österreich zum Einsatz gekommen sind. Davon wurden 12 Stück von der Lokomotivfabrik Floridsdorf gebaut und 10 Maschinen fertigte die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik. Die Maschinen der Bauart C n2t wurden in den Jahren 1884 bis 1906 gebaut und erhielten die Nummern 1801 bis 1822. Die 27,8 Tonnen schwere Tenderlokomotive hatte beachtliche 320 PS und wurde für den Regionalverkehr auf Nebenbahnen konzipiert. Die Dampflok mit einer Rostfläche von 1,2 Quadratmeter hatte 2,6 Tonnen Kohle im Tender und führte 4 Kubikmeter Wasser mit und konnte damit 45 km/h schnell fahren. Am Ende des Jahres Jahr 1923 übernahm die BBÖ acht dieser Maschinen in ihren Bestand und ordnete ihnen die Reihenbezeichnung 394.01 bis 394.08 zu. Bereits sechs Jahre später wurden die dreiachsigen Loks Mitte 1930 endgültig ausgemustert und abgestellt. Ein längeres Leben war den 32d bei der GKB und der Sulmtalbahn beschert. Insgesamt kamen 6 Stück dieser Baureihe an die GKB. Die Loks mit den Nummern 1816, 1819, 1821 und 1822 wurden im Bestand der GKB geführt und 1907 wurden zwei neue 32d als Lok 1 „Wies“ und Lok 2 „Leibnitz“ in den Dienst der Sulmtalbahn AG gestellt. Die GKB kaufte im Jahr 1927 noch vier weitere gebrauchte Maschinen dieser Baureihe an, welche aber in der Zeit von 1931 bis 1934 sukzessive ausgemustert wurden. Lediglich die zwei Sulmtalbahnmaschinen, die mittlerweile in Sulm 1 und Sulm 2 umbenannt wurden verrichteten noch ihren Dienst bis zum Jahr 1956. Die Sulm 1 wird heute noch von den Lienzer Eisenbahnfreunden museal erhalten und kann besichtigt werden. Die 32d wurde unter anderem auch als Reihe 361 an die MAV nach Ungarn geliefert, bzw. hatte auch die jugoslawische JDZ 19 Stück dieser Maschinen als Reihe 151 im Bestand, wobei im Jahr 1941 6 Stück als Lok 98.7041 bis 98.7046 der Deutschen Reichsbahn unterstellt wurden. Die slowenische 151.001 der Regionalbahn Rohitsch Sauerbrunn, gebaut von der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik 1903 ist als Denkmal vor dem Bahnhof Maribor in Slowenien aufgestellt und kann frei zugänglich besichtigt werden.

134. Geburtstag der Radkersburger Bahn14.07.2019

Die Triebfahrzeuge der Radkersburger Bahn

Die in rund einjähriger Bauzeit von der Südbahngesellschaft errichtete Radkersburger Bahn wurde am 12.07.1885 feierlich eröffnet. Am Dienstag, den 14.07.1885 begann der Planbetrieb der 30,7 Kilometer langen Strecke von der Südbahnhaltestelle Spielfeld über Mureck nach Radkersburg. Drei Zugspaare (1811/1812, 1813/1814 und 1815/1816) bildeten den ersten Fahrplan und die Fahrzeit betrug 1 Stunde und 45 Minuten.

Gezogen wurden diese ersten Züge der Radkersburger Bahn mit zweiachsigen Tenderlokomotiven der Baureihe 3a der Südbahngesellschaft. Insgesamt gab es von dieser Baureihe vier Maschinen (11 – 14) die ursprünglich im Heizhaus Marburg stationiert waren und für den Lokalbahnverkehr bestimmt waren. Gebaut wurden dieses Loks in den Jahren 1884 bis 1885, d.h. die neu errichtete Radkersburger Bahn verkehrte auch mit neuen Lokomotiven, gebaut von der Lokomotivfabrik Floridsdorf. Die 40 km/h schnelle Lokomotive hatte ein Dienstgewicht von 19,8 Tonnen und brachte eine Leistung von 228 Psi auf die Räder. Die Rostfläche der Lok betrug lediglich 0,94 Quadratmeter und mit 1,2 Tonnen Kohle und 2,2 Kubikmeter Wasser an Bord war diese Maschine nur für den Lokalbahnverkehr und den Verschubdienst geeignet.

Im Jahr 1923 kamen zwei dieser Maschinen zur BBÖ und wurden als 385.01 und 385.02 ins BBÖ Typenschema eingereiht. Diese Maschinen wurden 1928 und 1930 ausgemustert. Die Lok „13“ der Baureihe 3 a wurde im Jahr 1923 an die GKB weitergegeben um als Verschublok im Revierstollen Köflach-Voitsberg Dienst zu versehen. Schließlich wurde diese Lok 1930 an das Stahlwerk Kindberg als Werkslok weiterverkauft. Dort wurde sie nach ihrem Dienstende verschrottet.

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