DIE NEUE RADKERSBURGER BAHN

Vor rund zehn Jahren vereinigte sich eine Handvoll Eisenbahnfreunde zum Organisationskomitee „125 Jahre Radkersburger Bahn“ welches die Jubiläumsfeierlichkeiten zum „runden“ Geburtstag unserer Bahnlinie organisierte und umsetzte. Aufgrund des von der ÖBB Führung einige Monate später ausgerufenen Zielnetzplan 2025+, der die strategische und wirtschaftliche Ausrichtung des Unternehmens ÖBB für die Zukunft konstatierte, hat sich dieses Komitee zur Wahrung der Interessen der Radkersburger Bahn zum Verein Interessensgemeinschaft „Neue Radkersburger Bahn“ bei der Behörde angemeldet. Seit mittlerweile mehr als 10 Jahren kümmern wir uns um die Belange der rund 31 Kilometer langen Nebenbahnlinie von Spielfeld-Straß in die südsteirische Thermenstadt Bad Radkersburg.

WAS MÖCHTEN WIR ERREICHEN?

Wie auch in den Vereinsstatuten ersichtlich, haben wir uns die andauernde Absicherung der Radkersburger Bahn zum Hauptziel gemacht. In einer infrastrukturell benachteiligten Region wie Radkersburg, die akut an der von der Bevölkerung wenig gewünschten Bezirkszusammenlegung leidet, wird leider mehr und öfter zugesperrt als eröffnet. Viele Institutionen wandern in die benachbarte Region Feldbach ab, zu der uns der historische, wirtschaftliche und auch kulturelle Bezug fehlt. Ganz zu schweigen von der fehlenden Anbindung im öffentlichen Verkehr. So sind wir davon überzeugt, dass wir mit einer gut funktionierenden S-Bahn entlang der Murachse zumindest die letzten Pendler und Jugendlichen in unserer Heimat halten können, wenn diese kostengünstig, umweltschonend und vor allem sicher zur Arbeit und zur Schule kommen können. Pendler bringen wichtige Wertschöpfung in unsere Region!

UNSERE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN:

Das Unternehmen ÖBB ist bemüht, den Betrieb und die Infrastruktur der Radkersburger Bahn so schnell wie möglich an einen anderen Betreiber abzugeben, da die im Zielnetzplan 2025+ geforderten Mindeststandards von 2000 Fahrgästen pro Werktag nicht erfüllt werden können. Unsere Idee die fehlenden 1000 Fahrgäste jenseits der Grenze abzuholen und die ehemalige Bahnverbindung nach Gornja Radgona wieder zu aktivieren wurde von der aktuell regierenden Politik aufgrund fehlender Kompetenz leider zunichte gemacht. Stattdessen hat man sich auf einen entbehrlichen Trassenstreit eingelassen, der das gesamte Projekt nun in eine falsche Richtung lenkt. Mit unwürdigen Halbwahrheiten und falsch interpretierten Argumenten haben nun einige „Volksvertreter“ die Bevölkerung aufgewiegelt und rund 400 Unterschriften gegen die Bahn zusammengetragen. Als alternative legte man schließlich eine Trassenvariante vor, die das gesamte Projekt ad absurdum führt und mehr Nachteile bringt, wie Vorteile generiert.

WIR VOR ORT

Die Interessensgemeinschaft „Neue Radkersburger Bahn tritt für die Belange der Radkersburger Bahn und ihrer Kunden aktiv ein. Wir sehen uns als lokales Bindeglied zwischen Fahrgästen, Anrainern und der Gesundheits- und Tourismusregion Radkersburg gegenüber dem Bahnbetreiber (ggw. ÖBB). Wir sind in der Lage als Experten vor Ort die Probleme und Wünsche der Bahnkunden in kurzen Wegen an die richtigen Stellen zu bringen. Da wir selbst fast täglich in den Zügen anzutreffen sind, können und konnten wir rasch und unbürokratisch helfen und so Verbesserungen und Attraktivierungen für den Bahnverkehr erwirken. Der Wille des größeren Teiles der Bevölkerung eine der letzten Infrastruktureinrichtungen in unserer Region abzusichern, muss eines der obersten Gebote der regionalen Politik werden und sich von einem Wahlkampfthema zu einem echten Anliegen entwickeln. Ein dahingehendes Bewusstsein in der Bevölkerung zu erzeugen, ist dabei auch eine unserer Aufgaben. Wir möchten versuchen die jüngst zerbrochenen Scherben des Bahn Lückenschlusses wieder zu einer „schönen Vase“ zusammen zu kleben und hoffen, dass die vorhandenen Scherben nicht nur mehr für eine Urne reichen.


Armin klein Mag. Andreas Kügerl Hannes Klein
 
Vorstand der Interessensgemeinschaft
„Neue Radkersburger Bahn“